Gründe - Globale Energiepolitik

Weltweites Umdenken in der Energiepolitik

Nicht-regenerative Energien – allen voran Erdöl und auch Erdgas – sind endlich. Neue Ölfelder werden künftig nur zu erheblichen Mehrkosten zu erschließen sein. Die sich zuspitzende Beschaffungssituation trifft auf eine sich sprunghaft entwickelnde Nachfrage nach Energie. Alleine Verbraucher wie China und Indien werden durch ihre Wirtschaftsentwicklung die Verfügbarkeit und den Preis von Mineralöl herausfordern.

Sicherheitspolitisch kommt hinzu, dass sich ein Großteil der noch vorhandenen Erdöl- und Erdgasvorräte in wenigen, politisch sehr brisanten Ländern befindet.

Die beste Entwicklungshilfe

Von den über 2.000 Ölfrüchten ist eine große Zahl grundsätzlich als Kraftstoff geeignet. Viele dieser Früchte, etwa Purgiernuss oder Rhizinusöl, finden hervorragende Wachstumsbedingungen in wirtschaftsschwachen Regionen, die zur Zeit einer massiven Energieabhängigkeit unterliegen. Solchen Entwicklungslände könnten von Ölimporteuren zu Energieexporteuren werden – und einen weltweit wachsenden Bedarf nach motorischen Pflanzenölen befriedigen helfen.

Prof. Dr. Ernst Schrimpff, Universität Weihenstephan, zu diesem Thema: „Bei den Überlegungen zum Potenzial der Pflanzenöle sollten wir uns aber nicht auf die Grenzen Deutschlands beschränken. Das tun wir bezüglich der heutigen Kraftstoffe Diesel und Benin ohnehin nicht: deutlich weniger als 1% des in Deutschland benötigten Erdöls stammt aus deutschen Erdölquellen! Weltweit gesehen ist das Potenzial an Pflanzenölen selbst für den heutigen Erdölbedarf ausreichend. Auf Afrika bezogen würden 12% der Landfläche beansprucht, weltweit wären es gerade 2,6%. An geeigneten Anbauflächen dürfte es dabei kaum mangeln. Zusätzlich könnten derzeit wenig produktive Böden durch eine Auswahl an mehrjährigen anspruchslosen heimischen Ölpflanzen aufgewertet und die Pflanzenöl-Erzeugung zu einer neuen Einkommensquelle der ländlichen Bevölkerung werden.“

Diese Fakten sind keine Neuigkeit. ELSBETT hat diese bereits in Fernsehsendungen in den 70er und 80er Jahren propagiert – und stets allgemeinen Zuspruch erhalten. Aber manchmal dauern Dinge halt etwas länger...